Sport

Skandal: Senegal Mus Afrika Cup abgeben

Finale hat späte Folgen

57 Tage nach dem chaotischen Endspiel des Afrika Cups ist die Entscheidung gefallen: Marokko wird nachträglich zum Sieger erklärt. Das Berufungsgericht des afrikanischen Fußballverbands CAF wertete das Finale gegen Senegal mit 3:0 für die Gastgeber aus Rabat – trotz der ursprünglichen 1:0-Niederlage nach Verlängerung.

Gericht sieht Spielaufgabe durch Senegal

Begründet wurde das Urteil mit Artikel 82 des Regelwerks. Demnach habe Senegal das Spiel aufgegeben, als die Mannschaft aus Protest gegen umstrittene Schiedsrichterentscheidungen kurzzeitig den Platz verließ. Der CAF selbst hatte zuvor zwar Strafen verhängt, das Ergebnis jedoch bestehen lassen.

Senegal kündigt Einspruch an

Der senegalesische Verband reagierte empört und will vor den Internationalen Sportgerichtshof ziehen. Generalsekretär Abdoulaye Seydou Sow sprach von einer „Schande für Afrika“ und kündigte rechtliche Schritte an.

Tumulte und Chaos im Finale

Das Endspiel hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Neben fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen kam es zu unsportlichem Verhalten: Balljungen störten gezielt Senegals Torhüter, sogar Achraf Hakimi griff ein. Nach einem aberkannten Tor und einem umstrittenen Elfmeter zog Trainer Pape Thiaw sein Team kurzzeitig vom Platz. Kapitän Sadio Mané führte die Mannschaft schließlich zurück aufs Feld.

Strafen bleiben – mit Vorteilen für Marokko

Die Sanktionen gegen Senegal – darunter hohe Geldstrafen und Sperren – bleiben bestehen. Marokko hingegen profitiert zusätzlich: Mehrere Strafen wurden reduziert oder aufgehoben, darunter auch Sanktionen gegen Spieler wie Ismaël Saibari.

Entscheidung sorgt weiter für Diskussionen

Der Fall dürfte den afrikanischen Fußball noch länger beschäftigen. Während Marokko offiziell als neuer Titelträger feststeht, kämpft Senegal weiter um die Anerkennung des sportlich errungenen Sieges.

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